Lehrkräftefortbildung  in der Gewaltprävention

Euskirchen: 03.02.16 Der Umgang mit eskalierten Konflikten und Gewalt an Grundschulen erfordert ein abgestimmtes Vorgehen.

Von zentraler Bedeutung ist, dass eine Gewalttat von allen in der OGS bzw. in der Grundschule arbeitenden Fachkräften als gemeinsam zu lösendes Problem angesehen wird.

„Gewalttäter werden immer jünger – viele Täter sind schon im Grundschulalter erstmals auffällig“ – dies ist nur eine der vielen Schlagzeilen, die wir in der Zeitung täglich lesen. Dass die Ursachen für auffälliges oder gar straffälliges Verhalten vielfältig sind, ist seit Jahren hinreichend bekannt.

Ebenso vielfältig sind jedoch auch die vorhandenen Möglichkeiten, frühzeitig diesen unerwünschten Verhaltensweisen entgegenzusteuern.

An vielen Grundschulen werden schon seit geraumer Zeit zusätzlich Sozialpädagogen als Konfliktlöser eingestellt. Leider fehlt jedoch jungen Pädagogen die Lebenserfahrung, um effektive Gewaltprävention umzusetzen, so Ralf Schmitz, führender Gewaltpräventionsexperte an deutschen Grundschulen.

Es ist wichtig, Standards zur Reduzierung gewalttätigen Verhaltens zu installieren und zu forcieren, um positives Sozialverhalten zu fördern. Vielfach bleiben derartige Angebote im alltäglichen schulischen Alltag auf der Strecke oder sind einfach nicht bekannt oder können aufgrund von Zeitmangel nicht umgesetzt werden.

Lehrkräftefortbildung  in der Gewaltprävention

Nur gut, wenn es erfahrene Schulleiter an den 15.800 Grundschulen gibt, die den jungen Sozialpädagogen helfen können.

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Die Fortbildung verfolgt das Ziel, Eskalationsphasen in der Grundschule zu reduzieren und Ansätze zur Deeskalation zu erfahren sowie  handlungsorientierte Methoden kennenzulernen.

Der Zusammenhalt in der Klasse ist wichtig, und es sollten gemeinsame Ziele  erreicht werden, um positives Sozialverhalten zu stärken. Der Gewaltpräventionsexperte Ralf Schmitz zeigte mit vielen Übungen und Spielen, wie das gelingen kann.

Die Erzieher und Lehrkräfte wurden über Teamübungen dazu angeregt, die Verantwortung für sich und die Gruppe zu übernehmen, ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern, neue Handlungsstrategien ohne Gewalt zu erproben und die eigenen Stärken zu erleben. Inhaltlich ging es darum, wie sich gewaltsame Auseinandersetzungen vermeiden lassen. Im Fokus standen auch die Gefahren im Internet, denn jeder zweite Grundschüler ist bereits im Internet aktiv.

Gerade dort ist die Rate an Beleidigungen hoch, weil dort anonym Mobbing betrieben werden kann, so Ralf Schmitz, der zu seiner Zeit im Polizeidienst Ermittlungen durchführte.

Täter werden aber immer häufiger überführt, dank neuer technischer Überwachungssoftware. Er erklärte, welche neue Software die Erzieher in der OGS einsetzen können.

Am Nachmittag wurden  gemeinsam praktische Spiele aus der Erlebnispädagogik gezeigt, die das soziale Miteinander und Gemeinschaftsgefühl stärken:

  • Spiele ohne Konkurrenzkampf,
  • Teamaufgaben oder Übungen zur Vertrauensförderung in der Gruppe,
  • Bewegungsspiele zum Auspowern,
  • Entspannungsübungen

gehörten zum umfassenden Repertoire des Gewaltpräventionsexperten Ralf Schmitz.

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Kitas und Grundschulen

Vorfälle, wie zum Beispiel das gewalttätige Verhalten von Schülern an einer Berliner Grundschule oder Gewaltvideos von Schülern auf Handys, die teilweise selbst hergestellt wurden, wurden durch Ralf Schmitz aufgegriffen und haben viele im Land aufgeschreckt. Darüber hinaus sind sowohl Schlägereien, teilweise schon unter Einsatz von Waffen, als auch Mobbing in Grundschulen immer wieder viel diskutierte Themen in der Öffentlichkeit.

Fatal wird eine Situation, wenn Kollegen nicht hilfreich einspringen oder sich für nicht zuständig erklären. Gewalt als Phänomen birgt die Gefahr in sich, dass die Einzeltat zwar geächtet wird, aber nicht das Bedingungsgefüge bzw. das System betrachtet wird. Opfer müssen schnell und angemessen unterstützt und gestärkt werden. Jede Tat muss sanktioniert, Täter müssen konfrontativ zur Rede gestellt werden. Gleichzeitig sollte geprüft werden, welche Möglichkeiten eine Grundschule hat, zukünftige Taten zu unterbinden, und wie Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler sowie Hausmeister und Schulangestellte hilfreiche Praxiskompetenzen für den Umgang mit Konflikten und Gewalt vermittelt bekommen. Gerade das Problem der Flüchtlinge wird in den Grundschulen die nächsten Jahre massiven Sprengstoff mit sich bringen und die Lehrkräfte vor neue Herausforderungen stellen, so Ralf Schmitz.

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Ralf Schmitz im Seminarraum /                                                   Lehrkräftefortbildung in der Gewaltprävention 

Lehrkräftefortbildung  in der Gewaltprävention mit 26 Ganztagsgrundschulen

Das  hochqualifizierte Expertenteam von Sicher-Stark ist seit über 15 Jahren an den Grundschulen und in Kitas unterwegs und hat neue Methoden entwickelt,  um allen 15.800 Grundschulen sowie externen Kita-Einrichtungen in den nächsten Jahren ein umfangreiches Angebot zum Thema Gewaltprävention anzubieten. Die Angebote reichen vom Umgang mit Kindesmissbrauch, Gewaltprävention, Sicher im Netz  über Kompetenzschulungen zu Deeskalationstechniken, Mediation und Sozialem Lernen hin zur Qualifizierung von Lehrkräften für einen Umgang mit Konflikten und Mobbing in der Schulklasse. Außerdem werden die Gefahren im Netz und die Medienkompetenz bei Lehrkräften, Eltern und Kinder gefördert.

Darüber hinaus bietet Sicher-Stark regelmäßig Veranstaltungen für alle in Schulen Tätigen, wie zum Beispiel Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (ehemals Referendare), Schulleiter, Erzieher, OGS-Kräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Eltern und Kinder an.

Alle Angebote finden Sie auf der Seite www.sicher-stark.de

Folgende Inhalte werden ausschließlich für Grundschulen und Kitas vermittelt:

  • Gewaltprävention
  • Selbstverteidigung und Selbstbehauptung
  • Deeskalation, Deeskalationstraining, Schutz vor Übergriffen
  • Zivilcourage von Lehrkräften und Eltern
  • Mobbingprävention und -intervention
  • Cybermobbing und die neuen Gefahren im Netz
  • Soziales Kompetenztraining, Sozialkompetenztraining
  • Medienkompetenztraining, Sicher im Netz, Internetführerschein für Grundschulkinder und Kita-Kinder und deren Eltern
  • Gesprächsführung in der Gewaltprävention mit Eltern
  • Umgang mit sexuellem Missbrauch
  • Grenzverletzungen, Missachtungen, Beleidigungen
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Professionelle Haltung von Lehrkräften in Grenzsituationen
  • Schulinterne Lehrerfortbildung allgemein und speziell Umgang mit neuen Medien
  • Umgang mit Gewalthandlungen in der Grundschule
  • Schulregeln einführen
  • Faustlos, gewaltfrei lernen
  • Konfliktfähigkeit spielend lernen
  • Umgang mit aggressivem Verhalten von Schülerinnen und Schülern
  • Lernförderliche Spiele und Gruppenentwicklung
  • Schülerinnen und Schüler als Zeugen und Opfer von häuslicher Gewalt
  • Multiplikatorenschulungen und Fortbildungen im Rahmen von Grundschulpräventionsprojekten
  • Konzeptentwicklung für Beratungsdienste (Gewaltprävention)
  • Multiplikatorenfortbildung

Smartphone und Tablets in Kita und Grundschule?

PCs, Smartphone und Tablets  in Kita und Grundschule?

Gehören PCs, Smartphone und Tablets  in Kita und Grundschule?

Diese Frage stellen sich immer wieder Eltern und Lehrer / Erzieher.

Ralf Schmitz hält seit Jahren Medienvorträge und meint eingeschränkt

„JA“, wenn Kinder nicht stundenlang vor den Geräten sitzen.

Er gibt Eltern und Lehrkräften in seinen Abendvorträgen hilfreiche Tipps,                          wie viele Stunden am Tag angemessen sind.

PCs, Smartphone und Tablets in der Grundschule und Kita  sind kinderleicht bedienbar und ermöglichen spielerisches Lernen, sagen die einen. Aber zu viel Medienkonsum meint Ralf Schmitz gefährdet die Entwicklung. Beide Standpunkte haben ihre Berechtigung und verdienen Beachtung. Es kommt auf den Einzelfall an. Macht das Kind mit dem Tablet Hausaufgaben oder ist es die ganze Zeit am spielen?  Auf das Wie kommt es an, wenn man diese „digitalen Alleskönner“ in Kinderhände gibt. Welche Erfahrungen haben Sie  bereits gesammlet? Worauf müssen Sie achten? Was können Sie als Elternteil oder als pädagogische Fachkräfte anbieten? Wo finden Sie Hilfe, Unterstützung und Anregungen?

Gehören PCs, Smartphone und Tablets  in Kita und Grundschule?

Das Sicher-Stark-Team beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Medienkompetenz in Grundschulen und Kitas und hat bereits eine Vielzahl von Fachartikeln verfasst sowie Vorträge, Workshops und Fortbildungen gehalten.

PCs, Smartphone und Tablets in Kita und Grundschule?

Ralf Schmitz beim hacken, Sicherheitsvorträge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So konnte Ralf Schmitz, im Januar 2016 , 36 Leiter und  Erzieher des offenen Ganztags im Bereich der Medienkompetenz in Düren schulen. Die pädagogischen Fachkräfte konnten das Wissen mit in die Einrichtungen nehmen und es an die Eltern und Kinder weitervermitteln.

Aber auch viele Abendvorträge zu diesem Thema „Mobile Medien und die Gefahren im Internet“, „Sicherheit im Netz“ erhöhen, konnte Ralf Schmitz 2015 an Grundschulen absolvieren.

Die Sicher-Stark Initiative hat bereits 2002 den Surfvertrag für Eltern entwickelt

der kostenlos auf der Internetseite www.sicher-stark-team.de runtergeladen werden kann.

In der Rubrik Kinderseite finden Sie eine umfangreiche Sammlung zum Themenbereich PCs und Tablets  in Kita und Grundschule sowie  Orientierungshilfen und Empfehlungen.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie auf der Suche nach einem erfahrenen Referent sind. Gerne verfassen wir auch fundierte erfahrungsorientierte Fachartikel und Publikationen zu diesem Themenbereich.

Was passiert mit unseren Kindern 2020?

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Wie früh sollten Kinder den Umgang mit PC, Smartphones, Tablets und Computern lernen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich das 360°-Dossier der Süddeutschen Zeitung  zur Digitalisierung der Kindheit.

Was passiert mit unseren Kindern 2020?

Kindheit im digitalen Zeitalter beschreibt Kindheit unter dem Aspekt, der unser Leben in den letzten zehn Jahren einschneidend geändert hat. Die zunehmende Digitalisierung beschert uns eine Informationsflut, sie beschert uns Zugriff auf weltweites Wissen innerhalb weniger Sekunden und sie zwingt uns, unsere Wahrnehmung, unser Denken, auch unser Verhalten neu auszurichten.

Was passiert mit unseren Kindern 2020?

Die Auswirkungen dieser technisierten Welt auf unsere Kinder beschäftigen nicht nur Eltern. Alle fragen sich, welche Auswirkungen dieser Wandel auf die Kinder haben wird, welche Welt sie einmal beleben werden – und können. Missbrauch nimmt zu und im Netz passiert es bereits jeden Tag. Auch wenn Kindesmissbrauch auf den ersten Blick nicht so recht zu dem übergreifenden Thema der „Kindheit im digitalen Zeitalter“ zu passen scheint: Es gibt Länder, in denen sich die digitalisierte Welt immer noch ganz anders und dramatisch destruktiv auswirkt, indem Kinder um ihr Leben kämpfen.

 

Missbrauchexperte Ralf Schmitz hilft in der Kita

Bergneustadt „Wie können wir unsere Kinder vor sexuellen Übergriffen schützen?“
Hinweise und Verhaltensvorschläge bekamen Eltern und Erzieher am 12.11.15 in der Kita der Johanniter-Unfall-Hilfe durch den Sicher-Stark-Mitarbeiter Ralf Schmitz. Die Leiterin Frau Liane Riedel  hatte in Zusammenarbeit mit den hochqualifizierten Präventionsexperten zu einem Sicher-Stark-Kurs in der Bergneustadt  Kita eingeladen.

Missbrauchexperte Ralf Schmitz

Missbrauchexperte Ralf Schmitz schult in Bergneustadt 

Die zahlreichen Kinder bekamen ihre vielen Fragen gut strukturiert beantwortet und erlebten mit kleinen Rollenspielen am eigenen Körper, wie es sich anfühlt, zum Beispiel von einem Autofahrer entführt zu werden. Das geschah natürlich sehr spielerisch und unter fachkundiger Aufsicht durch den ehemaligen GSG9-Beamten Schmitz, der seit vielen Jahren von Kindergarten zu Kindergarten in Deutschland reist, um Kinder, Eltern und Erzieher zu schulen.
In der Tagesveranstaltung, die am 12.11.15 stattfand, wurden zunächst die Kinder geschult und im Anschluss die Eltern.
Ralf Schmitz gab den Kindern eine Reihe von Sicherheitstipps. Er rät dazu, mit Kindern das Telefonieren nach Hilfe zu üben. Auch Notrufnummern und  wichtige Telefonnummern, so zum Beispiel die Nummer gegen Kummer, sollten auswendig gelernt werden, um immer Hilfe zu erhalten.
Kinder sollten – wenn möglich – in der Gruppe zur Grundschule oder zum Sport usw. gehen.
Kinder sollten angeleitet und ermutigt werden, bei Gefahrensituationen gezielt Erwachsene um Hilfe anzusprechen und Annäherungsversuche laut abzuwehren.
Der Missbrauchsexperte Schmitz ging sehr sensibel auf den sexuellen Missbrauch/ Gewalt im Detail ein. Sexueller Missbrauch ist vorbereitet und geplant. Die Täter benutzten List und Tücke, erzeugen Angst durch Autorität.

Er zeigt in Rollenspielen, wie Kinder sehr gute Chancen haben, sich zu befreien und übte mit den Kindergartenkinder das „Nein“-Sagen und sehr realistische Gefahrensituationen.
Zwei Drittel der Täter sind im Bekannten-, Freundes- und Familienkreis zu finden. Auf einen angezeigten Missbrauch kommen zehn ungemeldete Fälle, so die Einschätzung des Missbrauchsexperten Schmitz. Immer wieder stellte Schmitz mit verschiedener Wechselkleidung verschiedene Rollenspiele nach.
Einmal in einer Seitenstrasse in Bergneustadt, einmal an der Bushaltestelle. Die Kinder müssen lernen, die Gefahren frühzeitig einzuschätzen und handlungsfähig zu bleiben, so Ralf Schmitz, denn die Eltern sind nicht immer in der Nähe und können ihrem Kind helfen.
Jeden Tag sind pädophile Täter auf den Straßen und im Internet unterwegs.
Pädophile informieren sich sehr gut über die Bedürfnisse von Kindergartenkindern, machen verlockende Angebote.

Dafür will der Täter dann etwas zurück. Die gegebene Zuwendung und Zuneigung manipuliert das Kind – es bekommt etwas, muss aber auch etwas zurückgeben.
Die Opfer brauchen jemanden, der ihnen glaubt! Ein Kind muss mindestens fünf Erwachsene ansprechen, bevor ihm geglaubt wird. Hier müssen Eltern und Erzieher früher und bereits bei den ersten Verdachtsfällen reagieren.

 

Missbrauchexperte Ralf Schmitz aus Euskirchen, hilft mit 20 jährigem Wissen.

Missbrauchexperte Ralf Schmitz aus Euskirchen hilft mit 20 jährigem Wissen.

„Kinder sollten lernen, sich bei unangenehmen Gefühlen bemerkbar zu machen“, empfiehlt Missbrauchsexperte Schmitz. Eltern sollten auch von ihren eigenen Ängsten und Erlebnissen sprechen. So könnten Kinder auch bei Mobbing, Erpressung und anderen Übergriffe leichter Hilfe suchen“, sagt er.

Die Kinder in Bergneustadt wissen jetzt nach dem Sicherheitstraining schon genau, wie Täter vorgehen und wie sie sich wehren können. Hoffen wir, dass sie das Erlernte nie anwenden müssen. Allen Beteiligten hat der Sicher-Stark-Kurs sehr viel Spaß bereitet, obwohl es sich um ein sensibles und ernsthaftes Thema handelte. Herr Schmitz konnte mit seiner humorvollen Art und seiner Puppe Felix die Kinder immer wieder auflockern und zum Lachen bringen, was den Lernerfolg positiv beeinflusste.

So schnell vertrauen Kinder Fremden

So schnell vertrauen Kinder Fremden

Ein weiteres beunruhigendes, soziales Experiment.

Diese Situation wurde mit versteckter Kamera gedreht und hat jede Mutter in den USA schockiert. Der Test zeigt, wie leicht Kinder für sie völlig Fremde in ihr Haus lassen würden – auch wenn Mama und Papa nicht da sind…

Es ist der Albtraum jeder Eltern: Das eigene Kind wird von einem Fremden verschleppt. Deswegen passen Eltern gerade unterwegs immer gut auf ihre Kinder auf und haben stets ein Auge auf sie, wo sie sind und mit wem sie gerade sprechen.

Doch wenn Kinder zuhause sind, wird diese Vorsicht über Bord geworfen. Ist ja auch verständlich, schließlich ist man in einer sicheren Umgebung, in der kein Fremder so schnell Zutritt finden, würde man meinen…

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Denn dieses soziale Experiment zeigt: Selbst in den eigenen vier Wänden können Kinder gefährdet sein.

Das Sicher-Stark Team testet seit Jahren gerne die Reaktionen von Kindern, um auf verschiedene Probleme aufmerksam zu machen. Joey zeigt ebenfalls auf schockierende Weise, wie schnell man Kinder von einem Spielplatz entführen kann, ganz ohne Aufmerksamkeit zu erregen.

Wir möchten Eltern darauf sensibilisieren, wie schnell Kinder Fremde ins Haus lassen.

Dafür hat Joey unterschiedliche Eltern um ihre Unterstützung gebeten. Während Mama und Papa entweder nicht zuhause sind, oder oben im Haus gerade vermeintlich beschäftigt tun, klingelt Joey Salads an der Haustür. Tatsächlich öffnet jedes Kind diese und schaut mit großen, fragenden Augen den für sie völlig fremden Mann vor sich an.

„Hallo, ich bin ein Freund deiner Mama und deines Papas. Sind sie zuhause?“ fragt er die Kinder.

Einige verneinen. „Darf ich dann drinnen auf sie warten?“ – Und ohne viel Aufsehen lassen ALLE getesteten Kinder den Fremden herein.

Die Eltern sind schockiert!

So arglos glauben ihre Kinder also einem fremden Erwachsenen?! Einige können es gar nicht fassen, dabei erklären sie ihren Kindern regelmäßig, vorsichtig vor Fremden zu sein. Völlig frustriert und erschrocken sagt eine der Mütter zu ihren Töchtern: „Kennst du diesen Mann?! Warum lässt du ihn rein? Sage ich dir nicht ständig, dass du das nicht machen sollst?“

Vielleicht werden diese Kinder keiner fremden Person mehr die Tür öffnen. Joey hat durch seine beunruhigenden Videos die Hoffnung, noch mehr Eltern auf die Arglosigkeit ihrer Kinder aufmerksam zu machen…

Sie wollen professionellen Schutz? Dann schauen Sie sich unsere Angebote in Ruhe einmal an.

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Kinder werden auf einem Spielplatz für einen Test entführt!

Joey Salads hat in einem live Test verdeutlicht wie einfach es ist, das Vertrauen eines Kindes zu gewinnen. Kinder werden auf einem Spielplatz entführt. Bereits ein kleiner Hund scheint als Lockvogel zu genügen.

Er konfrontiert Mütter mit der Tatsache, dass ihre Sprösslinge problemlos direkt vor ihren Augen entführt werden können.

Aber zunächst holte sich Salads bei den Frauen die Erlaubnis ein, ihr Kind testen zu dürfen. Würden die Kleinen mit einem Fremden mitgehen? Geschweige denn sich mit ihm überhaupt unterhalten? Alle drei befragten Mütter glaubten nicht daran, das Ihr Kind mitgeht. Die Nachfrage, ob sie über dieses Thema schon mit ihren Kindern gesprochen hätten, bejahten sie sofort. Doch in der Praxis sieht es dann doch ganz anders aus.

„Kinder werden auf einem Spielplatz für einen Test entführt!“

Sobald Joey Salads mit seinem winzigen, weißen Hund auf die spielenden Kinder zutrat, hatten sie großes Interesse an dem Fremden. Dann musste er sie nur noch mit der Lüge locken, er hätte woanders noch weitere niedliche Hündchen. Er konnte die Kinder sogar an die Hand nehmen und so zusammen mit ihnen vom Spielplatz verschwinden. Die Mütter waren fassungslos.

In den USA  werden täglich über 700 Kinder gekidnappt. Eine alarmierende Zahl, gegen die dringend etwas getan werden muss. Hoffentlich passiert das nicht in Deutschland.

 

Prävention muss in der Grundschule beginnen

Ein Autofahrer hält neben einem Grundschulkind und fordert es auf einzusteigen. Wie reagiert das Kind? Weiß es, dass es unbedingt die Autotür zwischen sich und dem Fahrer als Sicherheitspuffer nutzen sollte? Tritt es automatisch zwei Schritte zurück und bringt sich aus der Gefahrenzone? Ruft es laut „Feuer“ statt „Hilfe“, wenn der Fahrer es ins Auto ziehen möchte, weil dann mehr Passanten reagieren? Das ist nur eine kleine Auswahl an Verhaltensregeln, die Kinder heute kennen sollten, wenn sie ohne Eltern unterwegs sind.

Fest steht: Je ahnungsloser Kinder, Eltern und Lehrer sind, desto leichter haben es Kriminelle und Sexualstraftäter. Viele Grundschulkinder sind nicht geschult darin, Gefahren rechtzeitig zu erkennen, richtig einzuschätzen und zu umgehen. Potenzielle Täter haben es dann leicht.

 

Die Schule in der Pflicht

Der unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat in seiner Agenda 2014–2019 unter anderem die Schulen als „Aktionsfeld Nr. 1 der Prävention“ bezeichnet (Quelle: http://beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=31). Sie sind der Ort, an dem alle Kinder von Experten geschult werden sollten, wie sie mit gefährlichen Situationen, Beleidigungen und auch Mobbing richtig umgehen können. Dazu bieten  beispielsweise Trainings zur Selbstbehauptung und -verteidigung gute Anleitungen. „Realitätsbezogene und konfliktlösende Rollenspiele sollten zu jedem Kurs gehören“, erklärt die Präventionspädagogin  Angelika Stabenow von der Sicher-Stark-Initiative, die solche Kurse seit vielen Jahren erfolgreich an Grundschulen durchführt.

 

Kinder lernen, sich zu wehren

Die Pädagogen, Psychologen und Sicherheitsexperten der Non-Profit-Organisation „Sicher-Stark“ haben bereits mehr als 500 000 Grundschulkinder in Deutschland erfolgreich geschult und nutzen für die Trainings ein etabliertes Konzept, das auf fünf Eckpfeilern aufbaut:

 

  • Gefahrenerkennung und -vermeidung
  • Selbstbehauptung (z. B. Nein sagen, Stimm- und Schreitraining)
  • Einführung in die Selbstverteidigung
  • konfliktlösende Rollenspiele
  • realitätsbezogene Rollenspiele

 

„Besonders hilfreich ist die Auswertung mitgefilmter Testsituationen gemeinsam mit den Kindern“, erläutert die Pädagogin Angelika Stabenow.  Die erlernten Strategien sind nicht nur bei „brenzligen“ Situationen mit Fremden auf dem Schulweg anwendbar, sondern auch bei Übergriffen im Nahbereich, auf dem Schulhof oder an der Tür zu Hause. Auch über Themen wie Mobbing, Beschimpfungen, Erpressung oder Schlägereien gehen die PräventionstrainerInnen ein. Die Trainings sind kindgerecht und speziell für Grundschulkinder konzipiert und setzen auf leicht zu erlernende Selbstverteidigungsstrategien.

 

Kurse und Finanzierungsmodelle für Schulen

Je nach Bedarf bieten sich unterschiedliche Gewaltpräventionskurse und Vorträge für die Sensibilisierung von Eltern und Lehrern und das Training von Grundschulkindern an. Angefangen bei Tagesschnupperkursen und Vorträgen bis hin zu mehrtägigen Hauptkursen oder Webinaren bietet die Sicher-Stark-Initiative eine große Auswahl. Auch Präventionskurse für „Mehr Sicherheit im Internet“ bietet die Non-Profit-Organisation an, denn häufig knüpfen Sexualstraftäter im Internet den ersten Kontakt mit ihrem späteren Opfer. Interessierte Grundschulen können sich unter http://www.sicher-stark-team.de/foerderprogramm.cfm über Finanzierungsmodelle informieren und Förderanträge stellen.

In der Grundschule geht Mobbing los

Mobbing und gezieltes Ausgrenzen, darunter leiden schon Grundschüler. Aber dagegen lässt sich einiges tun. Der Experte in der Gewaltprävention, Ralf Schmitz, gibt Tipps.

 

Auf dem Schulhof stehen drei Jungs in einem Halbkreis. In dem Halbkreis sieht man einen kleineren Jungen, der von den drei größeren Jungs beleidigt und angepöbelt wird. Er wird geschubst und er wird aufgezogen. Interessiert blicken die Drittklässler aus der anderen Ecke auf das Geschehen. Vorne stehen zwei eigentlich erfahrene Lehrerinnen, die eingreifen könnten. Aber sie schauen weg. Sie sind hilflos und wissen nicht, wie sie dem kleinen Jungen helfen sollen.

Neben der einen Lehrerin steht ein Mädchen, die blonden Haare weit heruntergelassen, damit man ihre Tränen nicht sehen kann. Sie macht den Eindruck, als würde sie sich weit, weit weg wünschen und die Worte der Lehrerinnen nicht hören müssen: „Also, Swenja fühlt sich gehänselt von der Klasse, ihr solltet das nicht tun, weil sie mittlerweile nicht mehr gerne zur Schule kommt“, sagt die jüngere der Pädagoginnen. Aber Swenja wird nicht einfach „gehänselt“, Swenja wird gemobbt, einfach nur, weil sie alte Klamotten trägt und die Eltern kein Geld haben, um ihr neue und moderne Markenmode zu kaufen. Die beiden Lehrerinnen scheinen mit der Situation überfordert zu sein und wissen nicht, wie sie auf das Problem reagieren sollen.

 

Lehrer ignorieren häufig das Problem.

Swenja B. ist kein Einzelfall, immer häufiger tritt Mobbing schon in der Primarstufe, also in der Grundschule auf. Oft reagieren Lehrer mit Ignoranz oder einfach falsch. Aber auch das Cybermobbing, also die Angriffe im Internet, nehmen stark zu, und viele Lehrer sind ratlos.

Die kleinen Pöbler stricken ein Netz aus geschickten und systematischen Attacken, um Mitschüler zu drangsalieren. Dabei wählen die Pöbler möglichst subtile und effektive Methoden. Wenn man sie aber kennt, kann man präventiv tätig werden, so Schmitz. Sie verbreiten z. B. Gerüchte oder isolieren ihre Mobbingopfer aus dem Klassenverband. Einige der kleinen Schützlinge verfügen über gut ausgebildete soziale Kompetenzen, mit denen sie versuchen, ihre Umwelt für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Sie erpressen mitunter Klassenkameraden auf dem Schulhof, mit Aussagen wie „Du kannst entweder nur mit ihm oder mit mir befreundet sein“ oder auch „Wenn Du ihn verhaust, dann bist Du mein bester Freund“. Aus Angst, selbst das nächste Mobbingopfer zu werden, stellen sich viele Schüler auf die Seiten der Täter.

Wie eben bei Swenja: Nachdem sie sich vor die Klasse stellen musste und ihre Lehrerinnen die Klasse zurechtgewiesen hatten, wurde es für sie nur noch schlimmer. Die Eltern sind in der Regel machtlos, so Schmitz, denn entweder merken sie es gar nicht oder wissen nicht, wo sie kompetente Hilfe bekommen können.

Swenja traute sich kaum mehr zur Schule, denn nachdem die Lehrerinnen auf diese Weise reagiert hatten, wurde sie nur noch übler drangsaliert. Nach diesem missglückten Versuch, das Ganze zu unterbinden, wollte Swenja auch keine Gespräche mehr führen, weder mit den Lehrerinnen noch mit den Eltern des Jungen. Die Eltern stellten einen Antrag, dass ihre Tochter die Schule wechseln konnte. Diese Maßnahme half dem Mädchen. Jetzt geht sie wieder mit Freude und Elan zur Schule. Sie hat auch wieder viel bessere Noten.

Wenn man frühzeitig das Problem erkennt, kann man den Kindern helfen und wirkungsvolle Mobbingstrategien trainieren, so Schmitz. Entweder durch ein Privatcoaching oder durch das entwickelte Videocoaching-Programm, das seit 2014 auf der Seite  http://lernportal.sicher-stark.com/ zu beziehen ist.

Ralf Schmitz konnte durch seine 20-jährige Erfahrung an über 2000 Grundschulen bereits vielen Kindern Handlungsstrategien an die Hand geben und schult nicht nur Kinder sondern auch Lehrkräfte und Eltern.

 

Eltern sollten beherzt eingreifen, um Mobbing zu verhindern.

Ähnlich wie Swenja reagierte auch Tobias H. (Name von der Redaktion geändert). Der Sohn eines reichen Unternehmers wurde ebenfalls gemobbt, als er in die dritte Klasse ging, weil zwei Klassenmitglieder ihn nicht mochten. „Er wollte meist nicht mehr zur Schule, aber er traute sich nicht, mit den Eltern oder mit den Lehrern das Problem zu besprechen. Reden wollte er nicht. Er hatte Angst, dass es schlimmer würde. Außerdem sagte er immer, die Lehrer bekämen es ja sicher mit, sie würden nur nie etwas sagen“, berichtet die Mutter. Noch jetzt, zwei Jahre danach, schüttelt sie ungläubig den Kopf. „Dass die Lehrer einfach wegsahen, das hat mich damals sehr wütend gemacht.“ Nach der dritten Klasse wandte sich die Mutter an die Schulaufsichtsbehörde, die die Grundschulen überwacht.

Sie teilte der Behörde mit, dass sie es nicht länger dulden würde, dass Tobias H. weiterhin mit diesen zwei Schülern, die ihn mobbten, in dieselbe Klasse ging. Auch hier gab die Schulbehörde dem Antrag statt und der Junge durfte die Schule wechseln. Mittlerweile macht Tobias H. die Schule viel Spaß, und er hat neue Freunde gefunden, die ihn nicht mobben. Manchmal erfährt er, dass die zwei Haupttäter von früher auch heute noch andere Kinder mobben, aber dank seiner Eltern kann er das nun ignorieren. Er weiß nun, dass er nicht alleine ist und die neuen Freunde jetzt zu ihm halten.

 

Ralf Schmitz hilft bei Mobbing, nicht nur im Internet.

Aber was, wenn die Möglichkeit eines Wechsels auf eine andere Schule oder in eine Parallelklasse nicht möglich ist? Wenn es zum Beispiel in einer kleinen Gemeinde nur eine einzige Klasse in der Stufe gibt? Ralf Schmitz hat auch hier bereits Lösungen in seinem Video-Coachingkurs erarbeitet.

Er hat einen Weg gefunden, den Kindern die Schule wenigstens etwas angenehmer zu gestalten. Ralf Schmitz empfiehlt, ein Mobbingtagebuch zu führen. Dies hilft bei der Aufarbeitung des jeweiligen Vorfalls. Wenn Ralf Schmitz mit den gemobbten Kindern spricht, fragt er sie immer als Erstes, mit wem das Kind gesprochen habe, wer etwas Nettes zu ihm oder ihr gesagt habe. Positives Lob stärkt das eigene Selbstbewusstsein und kann sehr hilfreich und fördernd bei Mobbing sein.

Dann holt Schmitz Marmorkugeln heraus.

Die Kinder in der ersten Klasse sortieren dann meistens zwei, drei Kugeln aus, und so sieht das Kind ganz klar, dass es nicht völlig alleine ist. Diese Erfahrung ist sehr wichtig für Kinder, die gemobbt werden. Seit Schmitz dieses Verfahren anwendet, fühlen sich die jüngeren Kinder deutlich wohler; zuvor hatten sie Bauchweh, konnten sich schlecht konzentrieren und gingen ungern in die Schule. Das gemobbte Kind hat jetzt auch mehr Freunde.

 

Bitte keine Schuldzuweisungen.

Eine weitere Möglichkeit, einem Mobbingopfer zu helfen und vor allem auch gegen Mobbing vorzugehen, so erklärt der Experte Schmitz, ist der „No Blame Approach“. Es wird an der Schule eine Unterstützungsgruppe aus den Reihen der Schüler gebildet, die aus Tätern, Mitläufern und auch Nichtbeteiligten bestehen kann. Der Lehrer spricht mit dieser Helfergruppe, erzählt ihr, wie sich das gemobbte Kind fühlt, doch er macht keine Schuldzuweisungen. Die Kinder sollen selbst Vorschläge erarbeiten und einbringen, was man tun könnte, damit sich das Opfer besser fühlt. Wichtig ist, dass der Lehrer als Moderator fungiert und die Gruppe die Lösungen selbständig erarbeitet. Dies sollte regelmäßig und nicht nur einmal stattfinden. Auch Rollenspiele können hier sehr hilfreich sein, so Schmitz.

Dies sind aber nur einige wenige Tipps, denn es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten, Mobbing an der Grundschule zu beenden. Doch bei allem darf man nicht vergessen, dass in jedem Fall nur geholfen werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen und Lehrkräfte und Schulleitung hin- und nicht wegsehen.

Schulalltag vernachlässigt Missbrauchschutz

Experten von Sicher-Stark bieten Unterstützung

Ein wesentlich stärkeres Engagement der Schulen gegen sexuellen Missbrauch von Kindern forderte Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung, anlässlich des 10. Kinderschutzforums in Köln im vergangenem Jahr „Schutzkonzepte müssen dringend integraler Bestandteil des Schulalltags werden“, sagte Rörig der Nachrichtenagentur dpa. Die Empfehlungen, die der runde Tisch „Sexueller Missbrauch“ schon im Jahr 2011 gegeben habe, seien bisher „bei Weitem noch nicht flächendeckend“ umgesetzt worden.

In jeder Klasse säßen durchschnittlich ein bis zwei Kinder, die schon einmal missbraucht worden seien. Leider passiere es immer noch, dass sich ein solches Kind einem Lehrer anvertraue und dieser ihm nicht glaube. Um Übergriffe in der Schule selbst zu verhindern, müssten klare Regeln aufgestellt werden – „Beispiel: Fotografierverbot im Dusch- und Umkleidebereich“, sagte Rörig.

Ralf Schmitz, der führende Sicherheitsexperte hinsichtlich Gewaltprävention an Grundschulen, kann dem nur beipflichten: „Gerade in der Grundschule muss Gewaltaufklärung und -prävention noch stärker in den Fokus rücken.“ Es sei ja verständlich, dass die Wissensvermittlung in unserer an Leistung orientierten Gesellschaft im Vordergrund stehe, jedoch hätten nicht zuletzt Internet und neue Medien jede Menge neue Gefahren für Kinder erzeugt. „Kinder sind sehr zutraulich und offen, gerade auf der Straße“, weiß Schmitz, der seit 20 Jahren im hochqualifizierten Expertenteam von Sicher-Stark tätig und deutschlandweit unterwegs ist, um Kinder gegen Missbrauch, Mobbing und Gewalt zu schützen, „doch das macht sie umso gefährdeter gegenüber Gewalt- und Missbrauchstätern.“ Die soziale Initiative Sicher-Stark hat sich auf die Probleme und Sorgen der Primarstufe spezialisiert und steht bereit, Grundschulen und Eltern bei der Aufklärung und Abwehr von Gewalt gegen Kinder zu unterstützen.

Ohne zusätzliche Ressourcen könnten die Lehrer diese Aufgabe nicht bewältigen, bestätigte auch Norbert Hocke, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), auf dem 10. Kinderschutzforum gegenüber der dpa: „Wenn ich als Fachdidaktiker in Deutsch und Geschichte ausgebildet bin, dann ist es doch schwierig, sozialpädagogische Tätigkeiten auszuüben.“

Die Experten von Sicher-Stark können hier tatkräftige Hilfestellung geben. „Wir wollen nicht warten, bis wieder ein Kind zum Opfer geworden ist, sondern im Vorfeld die Kinder stärken und sensibel für die Gefahren der Zeit machen“, lautet die Kernbotschaft von Ralf Schmitz. „Wenn Ihr Kind erkrankt, gehen Sie auch zum Kinderarzt und nicht zu Ihrem Hausarzt – Sie suchen den Spezialisten auf, und damit haben Sie Recht.“

Das Sicher-Stark-Team ist einer der führenden Anbieter von Schulungen zur Gewaltprävention an deutschen Grundschulen. Das Konzept wurde bereits bei über 500.000 Grundschulkindern erfolgreich angewandt und speziell für diese Zielgruppe entwickelt.

Stärke gegen Gewalt – sich mutig und selbstbewusst zur Wehr setzen

Es soll endlich aufhören, dass Kinder immer wieder Straftätern zum Opfer fallen. Die Hilferufe werden immer lauter, doch die Polizei allein ist dem Ansturm nach Aufklärungsbedarf und dem Wunsch nach Schutz oftmals nicht mehr gewachsen. Viele Organisationen vor Ort geben hilfreiche Unterstützung. Doch sowohl Eltern, als auch Kinder haben immer mehr den Wunsch, selbst etwas zu ihrem eigenen Schutz beizutragen.

Stärke gegen Gewalt – sich mutig und selbstbewusst zur Wehr setzen

Seit über zehn Jahren bietet die Initiative Sicher-Stark! Selbstschutztrainings für Kinder und Jugendliche an. Die Trainingsseminare basieren auf einem außergewöhnlichen Konzept, das erstaunliche Erfolge vorzuweisen hat: Eltern, Lehrer und Kinder berichten ihm immer wieder, dass die Kinder weniger ängstlich und wesentlich selbstbewusster geworden sind. Das macht Mut und gibt den Erfolgstrainer/innen die nötige Motivation, diese Selbstschutztrainings bereits in vielen Städten Deutschlands umzusetzen.

„Es ist an der Zeit, den eigenen Schutz vor Gewalt selbst in die Hand zu nehmen“, sagt der Erfolgstrainer Schmitz. „Wir können uns nicht mehr allein darauf zurückziehen, dass die Polizei und der Staat für unsere Sicherheit zu sorgen haben – wir müssen uns selbst mit den möglichen Gefahren auseinandersetzen und auch unsere Potentiale erweitern, uns selbst zu schützen und im Ernstfall auch zu verteidigen.“

Was aber ist der entscheidende Unterschied zu vielen anderen Selbstverteidigungs-/ Selbstbehauptungskursen für Kinder?

„Das Entscheidende dabei sind die „Realitäts-Checks“ an eigens dafür geschulten „Dummies“. Das sind Personen, die die Kinder auf einem sogenannten Gefahrenparcours in unterschiedlichen Situationen ansprechen, mit denen sie auch in der Realität konfrontiert werden können. Im Anschluss an die „Trockenübungen“ wird in der Turnhalle „der Ernstfall“ auf dem Schulweg oder auf dem Spielplatz geübt. Die geschulten „Dummies“ treten den Kindern als ihnen unbekannte „Täter“ entgegen, gegen die sie sich mit allen zuvor gelernten verbalen und auch technischen Strategien zur Wehr setzen sollen.

Diese „Realitäts-Checks“ werden immer auf die jeweiligen Altersgruppen, Möglichkeiten und Grenzen der Kinder abgestimmt. Positive Erfolgserlebnisse werden garantiert!

Per Video werden die Checks aufgezeichnet und anschließend mit den Kindern ausgewertet, mit erstaunlichen Ergebnisse. Die Teilnehmer/-innen lernen nicht nur in einem „geschützten Raum“, wie beispielsweise der Turnhalle, sondern erleben, dass sie das Gelernte auch in einem „Ernstfall“ erfolgreich einsetzen können.

Nicht nur „der Fremdtäter“ wird in den Schulungen berücksichtigt, sondern auch das nahe Umfeld, in dem laut Statistik die meisten Übergriffe passieren und auch Missbrauch stattfindet.

Dabei gehen die „Dummi-Täter“ jedoch professionell und sensibel mit den jeweiligen Möglichkeiten und Grenzen der Mädchen und Jungen um – niemand soll einen Misserfolg einstecken! „Vielmehr ist es wichtig, dass die Kinder den Erfolg verbuchen können, sich selbstbewusst und stark gegen einen Angreifer wehren zu können. Diese im Gedächtnis gespeicherte Erfahrung wird sie im wirklichen Ernstfall an ihr Potential zur Gegenwehr erinnern und stärken und sie zu beherzter Gegenwehr ermutigen“, so die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin und Erfolgstrainerin Gudrun Rinker.

Die Kinder lernen, wie sie sich bei sexuellen Übergriffen durch klares „NEIN-Sagen“ schützen können. Hier ist es wichtig denKindern beizubringen, dass sie ein Recht auf ihren eigenen Körper und seine Unversehrtheit haben und keine unangenehmen oder „komischen“ Berührungen zulassen müssen.

Die Kinder lernen Stärken an sich kennen, die sie oftmals zuvor nicht kannten und erfahren, wie sie diese zu ihrem eigenen Schutz einsetzen können.  Das Training ist zugleich eine Schulung des Selbstbewusstseins und für die Bewältigung der Zukunft von äußerstem Nutzen. Denn starke und selbstbewusste Kinder erreichen mehr in ihrem Leben!

Die Erfolgstrainer bestehen aus hochqualifizierten Fachleuten: Diplom-Sozialpädagogen, Polizeibeamten, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, Doktoren und Professoren, Diplom-Psychologen, die unter http://www.sicher-stark-team.de/die-sicher-stark-initiative.cfm kontaktiert werden können.

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