Kinder stark machen!

Kinder stark machen!

Gewaltprävention in der Grundschule: Wie ein Expertenteam schon seit 10 Jahren Selbstbewusstsein trainiert

Ein Auto hält mit quietschenden Reifen am Straßenrand, ein junger Mann springt hinaus und versucht, ein achtjähriges Mädchen zu sich zu ziehen. Die Kleine schreit laut und reißt sich los. Was wie eine fürchterliche Szene klingt, ist Teil einer Übung der Sicher-Stark-Stiftung e.V. „Wir bringen den Kindern bei, Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden“, sagt Ralf Schmitz vom Sicher-Stark-Team. „Durch Rollenspiele mit Realitätsbezug, Videoanalysen, Gespräche und aufwendige Bearbeitung des Erlebten bleibt das Gelernte im Gedächtnis.“
Dafür bieten der ehemalige Polizeibeamte und sein Team Kurse an Grundschulen an. Ein Expertenkreis, bestehend aus Polizeibeamten, Pädagogen, Psychologen und Kindertherapeuten begleitet die Schüler wochenlang. In der zehnjährigen Geschichte wurden durch das Sicher-Stark-Team über 300000 Kinder und Eltern ausgebildet. Es gibt Gefahrenparcours, Aufklärungsgeschichten mit Handpuppen, kindgerechte Gewaltprävention, Workshops und gezielte Übungen mit professionellen Akteuren und Ka­me­ra­teams.

Kinder stark machen!

Die Eltern werden in alle Kursformen miteinbezogen. „Kinder müssen lernen, wie man Nein sagt, wann Misstrauen Fremden gegenüber angesagt ist, wie man Gefahren erkennt und mit ihnen umgeht und sich im Ernstfall verteidigt“, sagt Ralf Schmitz. „Jede Übung wird hinterher ausführlich besprochen, damit keine Unsicherheiten oder Ängste bleiben.“ Den Kindern gefällt’s, sie haben Spaß an den Übungen und entdecken Stärken, von denen sie gar nicht wussten, dass sie sie hatten – etwa, dass sich auch ein 1,10m kleiner Mensch gegen einen Großen zur Wehr setzen kann.

Der Safer Family Kurs soll helfen, Kinder angstfrei aufwachsen zu lassen.

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Wie Sie ganz einfach die Sicherheit Ihres Kindes erhöhen!

Das Elterntaxi hält zu oft an der Schule

Viel zu viele Kinder kommen jeden Tag mit dem „Elterntaxi“ in die Grundschule. Das sorgt für Verkehrsstaus früh am Morgen und gefährdet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Schulkinder.

Die Sicher-Stark-Experten wissen seit Jahren um die Gefahren, die jeden Morgen auf dem Schulweg lauern. Manche Eltern setzen sich morgens über sämtliche Verkehrsregeln hinweg, halten kreuz und quer mit ihrem Auto vor der Schule und gefährden so andere Verkehrsteilnehmer und natürlich auch die Kleinen.

Logo_NeuDie Kinder sollten sicherer werden, aber manche Eltern sind extrem schlechte Vorbilder.
Gerade morgens, wenn das Verkehrsaufkommen am höchsten ist, bringen noch immer viele Eltern ihre Sprösslinge zur Schule.
Aus Elternsicht gibt es einige Gründe, die ABC-Schützlinge mit dem Auto zur Schule zu bringen.

Der ADAC hat eine Umfrage gestartet, in der die Ängste vor Übergriffen oder Belästigung und auch ein zu gefährlicher Schulweg am häufigsten genannt werden. Manchmal spielt aber auch Bequemlichkeit eine große Rolle.
Bewegung hält nicht nur fit im Alter, sondern ist auch für die Kleinen wichtig. Denn fünf Stunden Sitzen macht nicht jedem Kind Spaß, da sollte der Fußweg zur Schule und wieder nach Hause trainiert werden.

Außerdem wirkt ein kurzer Fußweg für Kinder, die schon vor Schulbeginn in Bewegung waren, viel besser auf die Konzentration. So kann außerdem die Fitness der Grundschulkinder gesteigert werden. Auch die Verkehrsregeln können so in der Praxis am besten gelernt werden.

Lassen Sie die ersten Wochen Ihre Kinder nie allein zur Schule gehen, sondern bleiben Sie 50 Meter im Hintergrund. So können Sie sehen, ob das Schulkind bereits den Straßenverkehr im Auge behält und an Kreuzungen, wo die Geschwindigkeit nahender Auto erhöht ist, richtig einschätzen kann. So wird das Kind frühzeitig zur Selbständigkeit erzogen und später wird es Ihnen dankbar sein, so die Sicher-Stark-Experten. Dieser Lernprozess kann gar nicht früh genug beginnen. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder nach dem Start ins Schulleben so früh wie möglich zu Fuß begleiten und nicht immer mit dem Elterntaxi fahren. Sicherheit bietet auch eine Gruppe. Es wird ein Treffpunkt vereinbart, von dem aus sich nur noch ein Erwachsener mit mehreren Kindern im Schlepptau auf den Weg macht. Sollte Gefahr lauern, kann so immer ein Erwachsener eingreifen.
Wer noch viele weitere Tipps erfahren möchte, kann das E-Book „Schulwegsicherheit“ Ratgeber von A bis Z von Ralf Schmitz erwerben.

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