Wie werden böse Viren auf den Rechner gebracht?

Darum nehmen Cyberangriffe auf Banken extrem zu

Wie werden böse Viren auf den Rechner gebracht? Privatpersonen, Banken und andere Finanzinstitute geraten seit Beginn der Corona-Pandemie noch stärker in den Fokus von Cyberkriminellen. Warum ist das so?

Ralf Schmitz, Sicherheitsexperte ist davon überzeugt, dass Deutschland in eine Rezession gleiten wird und viel zu spät die Cyberkriminalität erkannt und abgewehrt hat.

In fast atemberaubender Geschwindigkeit haben die Cyberattacken auf Banken in den letzten zwei Jahren zugenommen. Das verdeutlichen vor allem die Angriffe mit Ransomware, Erpressungssoftware, mit der die Systeme nicht nur noch von Banken verschlüsselt und erst gegen Zahlung von Lösegeld wieder freigegeben werden. Teils sind auch Privatpersonen betroffen oder wichtige Infrastrukturen wie Krankenhäuser oder Altenheime.

Hacker-Ralf-Schmitz beim Bankenvortrag
Hacker-Ralf-Schmitz beim Bankenvortrag

Ralf Schmitz, Sicherheitsexperte fordert noch mehr Aufklärung in diesem Bereich, denn der Mensch ist das schwächste Glied in der Kette. Wenn man das Handy, das Tablet oder den Computer falsch bedient, nützt die beste Sicherheitssoftware wenig. Hier sollten viel mehr Vorträge und Schulungen in Deutschland stattfinden.

 Bereits der Cybercrime-Lagebericht 2020 des Bundeskriminalamtes  (BKA) stellte dabei fest, dass sich Cyberkriminelle bei ihren Angriffszielen immer stärker aufs sogenannte „Big Game“ konzentrieren, also auf große Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.

Wie werden böse Viren auf den Rechner gebracht?

Laut einer im August 2020 publizierten, repräsentativen Umfrage des Forschungsprojektes der IT-Sicherheitsinitiative des Bundeswirtschaft-Ministeriums „Cyberangriffe gegen Unternehmen in Deutschland“ ist bei Ransomware-Angriffen ein linearer Anstieg der Betroffenheit mit zunehmender Unternehmensgröße zu erkennen. Während nur etwa jedes neunte kleine Unternehmen innerhalb von zwölf Monaten von mindestens einem Ransomware-Angriff betroffen war, galt dies für jedes vierte bis fünfte große Unternehmen.

Noch drastischer führt eine Untersuchung des IT-Sicherheitsunternehmens Trend Micro vor Augen, wie groß das Problem vor allem im Bankensektor inzwischen geworden ist. Im Bericht „2021 Midyear Security Roundup“ konstatiert das Unternehmen, dass die Bankenbranche überproportional stark von Ransomware-Attacken betroffen ist. Um sage und schreibe 1328 % stiegen demnach die registrierten Angriffe auf Geldinstitute Im Vergleich zur Vorjahresperiode 2020.

Wie werden böse Viren auf den Rechner gebracht?

Diese Zahlen verdeutlichen, dass Cyberkriminalität längst zu einem relevanten Wirtschaftszweig geworden ist, denn im Dark-Net können bereits fertige Maleware-Software gekauft werden und eingesetzt werden. Es wird inzwischen als offene Dienstleistung angeboten.   

Online sind auf jeden Fall eine Menge Betrüger unterwegs, weiß Ralf Schmitz, Ethical-Hacker und Sicherheitsexperte, zu berichten. Die Betrüger wollen am liebsten an Ihr Geld und an sensible Daten und natürlich an die Konten kommen. Manchmal sind die Hacker so schlimm, dass sogar ganze Dienste und /oder Plattformen abgeschaltet werden müssen.

Dabei nutzen die Betrüger jeden erdenklichen Trick, um an Daten heranzukommen.

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