Hacker verkauft WhatsApp-Nummern

Hacker verkauft WhatsApp-Nummern

Gut eine halbe Milliarde WhatsApp-Nummern stehen derzeit zum Verkauf. Ein Hacker hatte sie abgegriffen und bietet sie nun auf einschlägigen Plattformen unter anderem auch im Darknet an, so Sicherheitsexperte Ralf Schmitz. Er ist Ethical-Hacker und Kinderschützer und hat dies aus einem Hackerforum erfahren. 

Demnach sollen auch sechs Millionen deutsche Nummern betroffen sein.

Hacker verkauft WhatsApp-Nummern – Millionen Deutsche betroffen

Im November meldete ein Unbekannter in diesem einschlägigen Hacker-Forum, dass er knapp 500 Millionen WhatsApp-Nummern zum Verkauf anbietet. Darüber berichtete auch das Online-Magazin Cybernews.

Demnach soll es sich um Daten aus insgesamt 84 Ländern der Erde handeln.

Laut Recherchen von Cybernews geht es dabei tatsächlich um aktive WhatsApp-Nummern. Dazu hatten sich die Journalisten des Portals ein „Probepaket“ von dem Hacker schicken lassen – zumindest die Nummern aus den USA und Großbritannien konnten so als echt verifiziert werden.

Laut Cybernews können die Nummern für Marketing-Zwecke, sogenanntes Phishing, Identitäts-Klau oder andere kriminelle Machenschaften missbraucht werden.

Die meisten Betroffenen stammen aus Ägypten (45 Millionen), Italien (35 Millionen) und Saudi-Arabien (29 Millionen). In der Datenbank sollen sich aber auch die Nummern von rund sechs Millionen deutschen Nutzern befinden, auch rund 1,2 Millionen Österreicher sind unter den Geleakten.

Somit finden sich gut ein Viertel aller rund zwei Milliarden User des Messanger-Dienstes auf der Liste des Hackers.

Whats-App wurde gehackt

Wie er an die Nummern gekommen ist, das verrät der Hacker nicht. Laut Cybernews hat er dafür „seine Methoden“. Das Magazin geht aber davon aus, dass der Unbekannte über sogenanntes Scraping an die Kontakte gekommen ist.

Dabei werden alle Nummern durchsucht und abgeglichen, ob sich dahinter noch aktive Nutzer verbergen. Da ist zwar technisch mithilfe automatisierter Tools möglich, jedoch läuft das Vorgehen den Nutzungsbedingungen von WhatsApp zuwider. 

Hacker verkauft WhatsApp-Nummern

Wie findet man aber heraus, ob man nicht selbst von dem massiven Datenleck betroffen ist? Ralf Schmitz empfiehlt  beim Internet-Dienst „Have I Been Pwned?“ abzufragen, ob sich die eigene Telefonnummer in den gestohlenen Datensätzen befindet.

Der Dienst von“Have I Been Pwned“ braucht aber immer eine Zeit, bis er aktualisiert wird.  Demnach könnten es durchaus sein, dass diesmal diese Daten des Diebstahls noch nicht komplett erfasst sind.  

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