Gefälschte Rechnungen und Zahlungsaufforderungen

Gefälschte Rechnungen und Zahlungsaufforderungen                                       Tipps und Tricks um Betrug und Missbrauch zu verhindern 

Haben Sie alle Rechnungen beglichen? Wenn nicht, dann werden Sie in den letzten TAGEN BESTIMMT AUCH AUF BETRÜGERRISCHE RECHNUNGEN REINGEFALLEN SEIN. Oder sind Sie fit am Rechner und haben die Unterschiede erkannt?

Haben Sie mit Vodafone gar nichts am Hut? Dann sollten Sie die hier vorgestellte Rechnungsmail einfach getrost ignorieren, denn sie stammt von Kriminellen und auf keinen Fall von dem Konzern „Vodafone“.

Ralf Schmitz ist Ethical-Hacker und zeigt immer wieder, wie User auf E-Mails reinfallen. Entweder in den Anhängen oder in der Mail selbst reicht manchmal ein Klick auf den Link in der E-Mail.

Im angeblichen Namen von Unternehmen oder Anwaltskanzleien versenden Kriminelle Rechnungen und Zahlungsaufforderungen, in denen sie behaupten, dass eine offene Rechnung nicht bezahlt wurde. Um Details über die angebliche Rechnung zu erhalten, soll eine angehängte Datei geöffnet werden.

 Gefälschte Rechnungen und Zahlungsaufforderungen

So lautet einer dieser Betrugsmail:

Ihre neue Rechnung als DOC

Ihre Kundennummer: 95843633
24.11.2016

Guten Tag,

Ihre Rechnung vom 24.11.2015 finden Sie im Anhang als DOC.
Die Summe beträgt 166,27 Euro und ist am 01.12.2018 fällig.

Freundliche Grüße
Ihr Vodafone-Team

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Sie finden Ihre älteren Rechnungen und Briefe unter Dokumente in MeinVodafone.

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 Achtung: In den Links ist die Maleware versteckt und es ist oft gefährliche Schadsoftware! Leider werden die Hacker immer raffinierter und es ist schwieriger geworden, Fake-Mails von echten Mails zu unterschieden. Hier hilft es immer, den gesunden Menschenverstand einzuschalten oder im Unternehmen einmal anzurufen und nachzufragen.  

Beispiel einer gefälschten Rechnung:

Hallo XXXXX XXXXX,

Akten: AZ031993095107
Mitgliedslogin: 13909646 XXXX XXXX

in aufgeführter Rechnung haben wir Sie schon mehrmals schriftlich zur Zahlung gebeten und auf die sehr schweren Folgen einer Nichtzahlung hingewiesen. Bis jetzt ist keine Zahlung eingegangen.
Wir hatten bereits vor, den Saldo an verschiedene Wirtschaftsauskunfteien zu melden, die Voraussetzungen nach dem BDSG sind gegeben.
Als nächstes werden wir beim zuständigen Amtsgericht einen gerichtlichen Mahnbescheid gegen Sie beantragen und anschließend die Zwangsvollstreckung durchführen lassen. Dadurch entstehen weitere sehr hohe Kosten und Schwierigkeiten für Sie. 

Artikeleinzelheiten und Widerspruch Hinweise finden Sie im zugefügten Ordner. 

Deine Bestellnummer: 72170123362 bei HSE20 AG 661,73 EU

Bitte ersparen Sie sich weitere Unannehmlichkeiten und Kosten und zahlen Sie umgehend die beigelegte Rechnung. 

Mit besten Grüßen

BubelsNet GmbH
Potsdam
DE99416047361
Mia Klein

Der Virus ist im Rechnungsanhang!

Um sich zu schützen und auf dem aktuellen Stand zu bleiben, sollten Sie regelmäßig Internetvorträge oder Webinare besuchen.

Nicht nur die Fake-Mails werden immer besser, auch die Art und Weise, wie Ihnen einen Virus auf Ihre mobilen Geräte oder festen PC

installiert wird, wird raffinierter. Jegliche Anhänge sollten Sie am besten nicht öffnen oder vorab ein Virenschutzprogramm

drüber laufen lassen. Hier wird oft bereits die Maleware angezeigt. Fortbildungen und Weiterbildungen bei Ralf Schmitz helfen hier sicherlich weiter.

Einige Sicherheitstipps und Alarmsignale, um Phishing-Mails zu vermeiden:

  • Sie sind gar kein Vodafone-Kunde, waren keiner und wollen auch keiner werden
  • Schauen Sie sich die Absenderadresse genau an
  • Halten Sie Ihr Antiviren-Programm auf dem Laufenden und nehmen Sie die Warnungen ernst
  • Gehen Sie mit der Maus über den Button, ohne ihn anzuklicken. Sollte die Rechnungsmail echt sein, erscheint eine Internetadresse,

die zum Absender passt. Bei Unstimmigkeiten handelt es sich um eine Phishing-Attacke.

  • Die Rechnungsforderung ist ungewöhnlich hoch (dadurch soll ebenfalls Druck ausgeübt werden)
  • Laden Sie niemals.zip Dateien, auch nicht als .com /.pif / .ico / .scr/ .exe/ .js herunter oder führen Sie diese aus
  • Die Zahlungsfrist fällt sehr kurz aus

Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Ändern Sie von einem anderen Gerät aus all Ihre Passwörter
  • Starten Sie Ihren Antivirussoftware
  • Wenden Sie sich an einen IT-Experten, der Ihren PC wieder fit macht oder an das Sicher-Stark-Team
  • Sichern Sie alle Beweise und hoffentlich haben Sie ein Backup gemacht
  • Wenden Sie sich an die Polizei, damit dies nicht öfter vorkommt.
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute und lassen Sie sich sofort Ihre Karten sperren

Achtung:  Gefälschte iTunes-Store-Rechnungen sind auch im Umlauf

Kriminelle versenden auch gefälschte iTunes-Store-Rechnungen. Darin behaupten sie, dass die Empfänger/innen einen Einkauf getätigt haben. Diesen können Sie angeblich unter Bekanntgabe persönlicher Daten und Ihrer Kreditkarteninformationen stornieren. Konsumenten, die den erfundenen Einkauf rückgängig machen wollen, übermitteln Verbrechern sensible Angaben und werden so Opfer eines Datendiebstahls.

Weitere hilfreiche Tipps von Ethical Hacker Ralf Schmitz

Was sollten Sie bei dubiosen E-Mails tun?

  • Öffnen Sie keine Dateianhänge – diese enthalten oft Schadsoftware (Viren, Würmer, Trojaner) oder auch Lösegeld-Trojaner.
  • Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen bzw. nichts bestellt haben, müssen Sie auch nicht zahlen.
  • Antworten Sie nicht auf die E-Mail, auch nicht, um sich zu „beschweren“. Sie geben den Absender/innen damit nur die Bestätigung, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist, und sie können weitere Mails an Sie schicken.
  • Löschen Sie die E-Mail am besten sofort und denken Sie auch an die Cookies. CCleaner reinigt Ihren Rechner, Ihr Handy, Tablet und Notebook
  • Melden Sie den Vorgang bei der Polizei oder beim BSI
  • Wenn Sie unsicher sind, geben Sie Teile der dubiosen E-Mail (z.B. den Betreff oder den Absender) in eine Suchmaschine ein. Die Suchergebnisse können in vielen Fällen einen Betrug entlarven. Auch der Internet Ombudsmann hilft Ihnen kostenlos weiter.
  • Sollten Sie bereits Geld überwiesen haben, ist es in der Regel zu spät. Hier hilft das Betrugsdezernat der Polizeik

Kontaktformular: http://www.sicher-stark.com/kontakt/

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